Was Sie in dieser Ausbildung lernen

Der Mensch wird am DU zum ICH

Martin Buber

Der erste ROMPC®-Lehrgang in Wien findet von Mai 2018 bis Februar 2019 mit max. 14 TeilnehmerInnen statt.

Sie erlernen und trainieren folgende Kompetenzen:

  • die typische Haltung bzw. Philosophie und die spezifischen Interview- und Fragetechniken (horizontal und vertikal), die diagnostischen Fähigkeiten mit Blick auf maßgebliche Stressoren
  • die drei Wirkfaktoren von ROMPC® und deren Anwendung: antithetische Beziehungsgestaltung, limbische Lösungsangebote, Entwicklung von Verhaltensalternativen mit den KlientInnen
  • das Identifizieren und der Umgang mit unerfüllten oder verletzten Beziehungsbedürfnissen, die „unerhörte Geschichte“ entschlüsseln
  • das Erkennen von relevanten inneren und äußeren Stressoren, einschränkenden Grundüberzeugungen und überzogenen Selbstansprüchen und deren nachhaltige Auflösung
  • wichtige Entkoppelungstechniken und Klopfsequenzen unter Berücksichtigung der Meridianpunkte
  • das Aufspüren regressiver Bewältigungsstrategien und das Anstoßen von Nachreifungsprozessen, die „Archimedischen Punkte“ finden
  • die Anwendung des beziehungsorientierten Konzeptes von ROMPC® mit seinen acht Beziehungsbedürfnissen nach Erskine & Trautman
  • die Arbeit mit dem Inneren Team (verinnerlichte Eltern und inneres Kind)

Das ROMPC®-Verfahren beruht vor allem auf Konzepten und Erkenntnissen aus der Neurobiologie (Hirnforschung) und Psychologie: der Entwicklungspsychologie (Fixierungen), der Verhaltens- und Gestalttherapie und Transaktionsanalyse, der Bindungs-, Stress- und Traumaforschung sowie der Körper- und Hypnotherapie. Diese fließen in die Ausbildung ein.

Die einzelnen Module

Zusätzliche Coaching-/Therapie- bzw. Lebensberater-Ausbildung

  • Fünf Module à 28 UE: Theorie, Übungen, Selbsterfahrung (insgesamt 140 UE à 45 Minuten)
  • Abschluss-Kolloquium für die Zertifizierung (16 UE à 45 Minuten)
  • Selbstorganisierte Peergruppenarbeit
  • Einzel-Supervisionen mit einem/einer lehrberechtigten ROMPC®-AusbildnerIn (3 UE à 45 Minuten)

Modul 1 (28 UE)

10.05.-13.05.2018

Im Einstiegsmodul stellen die TrainerInnen die neurobiologischen Grundlagen und beziehungsorientierten Konzepte (Beziehungsbedürfnisse) des ROMPC®-Verfahrens vor inkl. einiger Aspekte aus der Entstehungsgeschichte und Entwicklung. Anschließend lernen die TeilnehmerInnen die drei Wirkfaktoren von ROMPC® kennen (Antithese, limbische Lösungsangebote, Entwickeln von Verhaltensalternativen). Erarbeitung einiger Konzepte der Stress- und Traumaforschung. Zum Abschluss werden typische Fragetechniken und erste Klopfsequenzen erlernt und geübt.

Modul 2 (28 UE)

21.06.-24.06.2018

Im zweiten Modul beschäftigen sich die TeilnehmerInnen damit, wie sie auf Basis von klaren Problemdefinitionen die Zusammenarbeit mit ihren KlientInnen vereinbaren. Die TeilnehmerInnen trainieren ihre diagnostischen Fähigkeiten hinsichtlich der maßgeblichen Stressoren („Archimedische Punkte“) und der verletzten Beziehungsbedürfnisse („Beziehungsanalyse“) ihrer KlientInnen. Darauf aufbauend lernen sie die Meridianpunkte kennen und wie maßgeschneiderte Klopfsequenzen entwickelt werden. Unterstützende Affirmationen und expressive Entkoppelungstechniken werden demonstriert und eingeübt. „Unerhörte Geschichten“ von KlientInnen werden anhand des Konzeptes der Beziehungsbedürfnisse entschlüsselt.

Modul 3 (28 UE)

04.10.-07.10.2018

Das dritte Modul ist der Gruppen-Selbsterfahrung mit ROMPC®, der Auseinandersetzung mit den eigenen Beziehungsbedürfnissen unter Supervision, gewidmet. Die Themen der TeilnehmerInnen werden mit den TrainerInnen bearbeitet. Bereits Gelerntes wird auf einer Meta-Ebene nochmals besprochen und gefestigt. Das Modul kann auch als Gruppen-Selbsterfahrung für andere Ausbildungen bestätigt werden.

Modul 4 (28 UE)

15.11.-18.11.2018

Im vierten Modul stehen entwicklungspsychologische Konzepte im Mittelpunkt der Betrachtung. Der Ursprung von mentalen Blockaden wurzelt meistens in Verletzungen aus der früheren Lebensgeschichte. Die TeilnehmerInnen lernen, Regressionen vor/zum und hinter dem Problem zu identifizieren und Nachreifungsprozesse anzustoßen. So können regressive Fixierungen aufgelöst werden. Die Arbeit mit dem kinesiologischen Muskeltest und dem Biotensor wird demonstriert und eingeübt. Die Verankerung von entwicklungsspezifischen Erlaubnissen wird erarbeitet.

Modul 5 (28 UE)

17.01.-20.01.2019

Im letzten Modul wird das Konzept des Inneren Teams vorgestellt. Die TrainerInnen demonstrieren und lehren die Arbeit mit den verinnerlichten Eltern und dem inneren Kind. Das Modul umfasst auch Gruppen-Supervision zu den bis dahin gemachten Erfahrungen der TeilnehmerInnen in der Anwendung von ROMPC®. Es bleibt Raum für die Beantwortung von methodischen Fragestellungen.

Abschluss-Kolloquium (16 UE)

23.02.-24.02.2019

Die TeilnehmerInnen halten jeweils eine Live-Demonstration von max. 30 Minuten. Die anschließende Reflexion des Prozesses beruht auf folgenden Parametern:

ROMPC®-Analyse

  • Problemdefinition
  • Beziehungsanalyse
  • Archimedische Punkte

Beratungsarchitektur

  • Antithese (Wirkfaktor 1)
  • limbische Lösungsangebote (Wirkfaktor 2)
  • Verhaltensalternativen entwickeln
    (Wirkfaktor 3)

Voraussetzung für den Abschluss

Prinzipiell ist die durchgehende Teilnahme an allen Modulen und dem Abschlusskolloquium für einen Abschluss dieser zusätzlichen Coaching-, Therapie- bzw. Lebensberater-Ausbildung erforderlich. In Ausnahmefällen können versäumte Tage in einer Folgeausbildung nachgeholt werden.